Unser heuriger Sachunterricht Schwerpunkt für die 3./4.Stufe ist der Lungau und seine 15 Gemeinden.
In unserem Biosphärenparkbuch haben wir in diesem Schuljahr viel über die Lungauer Gemeinden gelesen und gelernt.
Jeder von uns informierte sich dann noch genauer über eine ausgewählte Lungauer Gemeinde und bereitete darüber ein Referat vor.
Die Referate waren alle sehr interessant und gut vorbereitet.
Es entstanden einige informative und wunderschöne Plakate zu den Lungauer Gemeinden.
Nach den Referaten wählten wir Besonderheiten aus unserer Heimat aus, die wir unbedingt sehen wollten.
Am 28.April wollten wir uns nach der BZM Schwimmen noch ein bisschen in Tamsweg umsehen. Wir marschierten auf den Schwarzenberg Richtung Leonhardskirche, von wo wir einen großartigen Überblick über unseren Bezirkshauptort hatten. Viele wichtige Gebäude konnten wir erkennen.
Dann ging es weiter hinauf bis zum Parkplatz, wo wir spannende Sagen rund um die Leonhardskirche hörten. Auf den letzten Metern zur Wehrkirche St.Leonhard entdeckten wir das Ochsenloch, das in der zuvor gehörten Sage vorkam.
Als wir in der Leonhardskirche waren, hatten wir großes Glück, denn die Mesnerin sperrte für uns das Gitter auf und erzählte uns von den Besonderheiten der Kirche - dem goldenen Fenster, der Leonhardsfigur, dem Erbauer der Kirche und einiges mehr.
Anschließend marschierten wir zurück in den Ort, vorbei am Rathaus, dem Heimatmuseum, dem Bürgerspital und dem Schloss Kuenburg.
Mit dem Bus fuhren wir dann wieder nach Oberweißburg zurück.
Eine weitere Besonderheit, die wir uns ausgewählt hatten, waren die Prangstangen.
Am 26.Juni durften wir uns das Theater der VS Zederhaus über die Prangstangen anschauen, das nur alle 20 Jahre aufgeführt wird. Es hat uns sehr gefallen.
Besonders imponiert hat uns, dass einige Buben der VS Zederhaus die echten Prangstangen durch den Theatersaal getragen haben.
Im Anschluss an das Theater besichtigten wir auch die großen Prangstangen in der Zederhauser Kirche. Es war beeindruckend!
Besonders freuten wir uns auf den Besuch im Schloss Moosham.
Die Erzählung vom Schörgen Toni und den grausamen Geschichten rund um das Schloss erhöhten die Spannung.
Am 2.Juli ergab sich noch kurzfristig die Möglichkeit zu einer Führung. Herr Planitzer führte uns durch das Schloss und erzählte uns sehr interessante Dinge.
Das Highlight für uns war der Besuch in der Folterkammer. In die Verliese trauten wir uns aber nur alle gemeinsam, denn es war schon sehr gruselig.
Der schöne Innenhof und der tiefe Brunnen begeisterte uns. Herr Planitzer zündete ein Stück Papier an und warf es in den Brunnen, sodass wir erahnen konnten, wie tief dieser ist.
Wir hätten auch gerne etwas Verstecken gespielt, denn die Wehrgänge und vielen Türen, Stufen, Zimmer wären der perfekte Ort dafür gewesen. Leider war nicht genügend Zeit und auch keine Möglichkeit dazu!
Nach der Führung machten wir noch einen kleinen Abstecher zu den Überresten einer alten Mauer der Römersiedlung Immurium.
Am 6.Juli fuhren wir nach Thomatal.
Am Dorfplatz trafen wir den Mühlenpeter (Peter Moser), der mit uns den Rannerrundweg ging und uns auf dem Weg viel Interessantes berichtete. Wir lernten die Namen von Bäumen, erfuhren wie wichtig das Sauerkraut für die Menschen früher war und hatten überdies eine wunderschöne Wanderung durch den Wald.
Am Ende der Wanderung kamen wir zur Zenzen-Mühle, wo wir uns stärken konnten. Während wir jausneten, erklärte uns der Mühlenpeter den Aufbau eines Getreidekorns und wir sollten die verschiedenen Getreidesorten erkennen und Bild und Korn zuordnen.
Etwas später setzte Opa Peter die Mühle durch das Umleiten des Baches in Gang.
Wir konnten uns das Innere der Mühle anschauen und zusehen, wie aus Körnern Mehl wurde. Was wir in der großen Mühle entdeckten, konnten wir auch mit einer Handmühle probieren.
Durch das Drehen am Mühlstein wurden die Getreidekörner zermahlen. Es entstanden Mehl und Kleie. Diese Mischung wurde durch ein Sieb geschüttelt, sodass nur das feine Mehl in die Schüssel kam. Die Kleie blieb im Sieb hängen.
Außerdem durften wir unsere eigenen Haferflocken quetschen. Jeder konnte sich ein kleines Säckchen mit Haferflocken befüllen.
Opa Peter bastelte außerdem noch ein kleines Wasserrad für uns, bei dem Hanni und Verena mithelfen durften.
Es war eine tolle Erfahrung und wir waren so beschäftigt, dass wir gerade noch rechtzeitig zum ShuttleBus kamen, der uns wieder nach Oberweißburg zurück brachte.